Nach längerem Warten auf die noch ausstehende Nutzungsgenehmigung war es am 17. August endlich so weit. Unsere Wohngruppe konnte innerhalb des Geländes umziehen. Aus der Wohngruppe Wolkenland wurde die Wohngruppe Kiefernlicht. Der Weg zwischen beiden Häusern war zwar nicht weit, zu tun gab es an diesem Tag trotzdem genug.
Beim Umzug packten alle verfügbaren Erzieherinnen und Erzieher mit an und unterstützten die Kinder und Jugendlichen. Gemeinsam wurden Kisten getragen und ausgepackt, die neuen Räume eingerichtet und die persönlichen Sachen an ihren neuen Platz gebracht. Besonders wichtig war natürlich, dass sich die Kinder und Jugendlichen ihre eigenen Zimmer einrichten und nach ihren Vorstellungen gestalten konnten. So nahm die neue Wohngruppe Stück für Stück Gestalt an. Nach einem langen Umzugstag ließen wir den Tag schließlich gemeinsam beim Grillen in unserem neuen Außenbereich ausklingen.
Eine der größten Veränderungen sind die Einzelzimmer. Nachdem sich einige Kinder und Jugendliche zuvor ein Zimmer geteilt haben, hat nun jeder einen eigenen Rückzugsort. Das bedeutet nicht nur mehr Privatsphäre, sondern gibt den Kindern und Jugendlichen auch mehr persönlichen Gestaltungsraum. Sie können ihr eigenes Zimmer nach ihren Vorstellungen gestalten und sich so ihren ganz persönlichen Bereich innerhalb der Wohngruppe schaffen.
Auch die Aufteilung auf zwei Etagen verändert unseren Alltag. Unsere Jugendlichen wohnen im oberen Bereich und können dort, ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend, zunehmend mehr Verantwortung übernehmen. Dazu gehören alltägliche Dinge, wie die eigene Wäsche selbstständiger zu erledigen oder mehr Verantwortung für den eigenen Wohnbereich zu übernehmen.
Für unsere pädagogische Arbeit bieten die neuen Räumlichkeiten ebenfalls mehr Spielraum. Zwei Küchen ermöglichen es uns beispielsweise, Koch- und Backangebote oder die gemeinsame Zubereitung von Mahlzeiten gezielt mit kleineren Gruppen durchzuführen. So können unterschiedliche Interessen und Fähigkeiten besser aufgegriffen und lebenspraktische Dinge ganz selbstverständlich in den Alltag eingebaut werden.
Auch draußen gibt es viel Platz für gemeinsame Zeit. Zum Außenbereich gehören Hochbeete, ein Apfel- und ein Pflaumenbaum sowie eine Sitzecke, deren Neugestaltung eines unserer Projekte für das Jahr 2027 sein wird. Hier können wir gemeinsam grillen, bei schönem Wetter das Abendbrot nach draußen verlegen oder ein Lagerfeuer machen. Die Hochbeete bieten außerdem die Gelegenheit, gemeinsam zu pflanzen, zu pflegen und natürlich auch zu ernten. Insgesamt ist unser Wohngruppenalltag dadurch naturnäher geworden.
Neben den neuen Räumlichkeiten gibt es noch eine weitere Veränderung, über die wir uns besonders freuen. Mit dem Umzug steht unserer Wohngruppe nun eine sechste Erzieherstelle zur Verfügung. Damit sind wir personell besser aufgestellt und haben mehr Möglichkeiten für individuelle Begleitung, Kleingruppenangebote und gemeinsame Aktivitäten.
Nach dem langen Warten und einem ereignisreichen Umzugstag heißt es nun ankommen, weiter einrichten und die neuen Räume mit Leben füllen. Vieles hat bereits seinen Platz gefunden, anderes wird sich mit der Zeit entwickeln. Genau so soll es sein, denn am Ende geht es nicht nur um ein neues Haus, sondern darum, gemeinsam ein Zuhause für unsere Kinder und Jugendlichen zu gestalten.
Nicole Rüdiger
-Teamleiterin-









